Schwangere können sich und ihr ungeborenes Kind segnen lassen und sich damit in besonderer Weise der Hilfe Gottes versichern. Dieser Segen ist nicht das Versprechen, dass die Schwangerschaft problemlos verlaufen und das Kind gesund zur Welt kommen wird. Im Segen sagt Gott aber zu, für diese intensive Lebensphase besondere Kraft zu schenken – gerade dann, wenn es vielleicht schwierig wird. Anders als bei anderen Segnungen, wird dieser Segen nicht in einem Gottesdienst vor der versammelten Gemeinde gespendet, sondern meist zuhause.
Konfirmation
Manche sprechen auch von „Einsegnung“, wenn sie die Konfirmation meinen. Der Begriff betont, dass die Konfirmandinnen und Konfirmanden nicht nur ein Gelübde ablegen, sondern auch einen besonderen Segen empfangen. Der Priester legt ihnen die Hand auf und spricht ein Gebet. Es ist ein feierlicher Moment, der auch deutlich macht: Ein Versprechen, das man Gott gibt, ist keine Einbahnstraße. Für die Jugendlichen, die zum Zeitpunkt ihrer Konfirmation noch dabei sind, sich im Leben zu orientieren, ist dieser Segen außerdem die Zusicherung: Ganz gleich, wie groß ihr Glaube oder auch ihre Zweifel in dieser Lebensphase sind – Gott glaubt an sie und hält zu ihnen.
Trauung und Ehejubiläen
Für viele Paare ist der Gang vor den Altar der besonders romantische und feierliche Teil der Eheschließung. Oft ist von „kirchlicher Trauung“ oder „kirchlicher Hochzeit“ die Rede. Doch nach neuapostolischem Glaubensverständnis ist – genau wie in der Evangelischen Kirche – die Zeremonie in der Kirche keine Eheschließung, denn die hat bereits vor dem Standesamt stattgefunden. Im Gottesdienst geht es um den Segen Gottes zur bereits geschlossenen Ehe. Mit ihrem Ja-Wort wiederholen die Verheirateten ihr bereits abgegebenes gegenseitiges Treuegelübde vor Gott und der versammelten Festgemeinde. In den meisten Fällen geschieht dies nicht in einem regulären Sonntagsgottesdienst, sondern in einem kürzeren Traugottesdienst ohne Abendmahlsfeier.
Auch zu den größeren Ehejubiläen ab der Silberhochzeit (25 Jahre) können Paare einen besonderen Segen erhalten. Ebenso können sich noch vor der Heirat Verlobte segnen lassen.
Trauerfeier und Begräbnis
Auch der letzte Weg ist von Gott gesegnet. Wenn die Gemeinde trauernd zusammentritt, um von einem Menschen aus ihrer Mitte Abschied zu nehmen, ist das ein besonderer Moment des Innehaltens. Vereint in Stille, Gebet, Predigt und Gedenkworten, leistet man sich gegenseitig Beistand und erweist dem verstorbenen Menschen die letzte Ehre. Seele und Geist werden im segnenden Gebet der Güte Gottes anbefohlen, bevor der entseelte Leib bestattet wird. Der Segen gilt zwar dem Verstorbenen, er ist aber auch eine tröstende Botschaft an die, die zurückbleiben: Nicht der Tod hat das letzte Wort, sondern Gott.
Datenschutzeinstellungen
Mit Hilfe einiger zusätzlicher Dienste können wir Ihnen mehr Funktionen (z.B. YouTube-Videos) anbieten. Sie können Ihre Zustimmung später jederzeit ändern oder zurückziehen.
Datenschutzeinstellungen
Diese Internetseite verwendet notwendige Cookies, um die ordnungsgemäße Funktion sicher zu stellen. Jeder Nutzer entscheidet selbst, welche zusätzlichen Dienste genutzt werden sollen. Die Zustimmung kann jederzeit zurückgezogen werden.
Einstellungen
Nachfolgend lassen sich Dienste, die auf dieser Website angeboten werden, anpassen. Aktivieren oder deaktivieren Sie die Dienste, wie Sie es für richtig halten. Um mehr zu erfahren, lesen Sie bitte unsere Datenschutzerklärung.
Neuapostolische Kirche